Volvo fährt mit der Zukunft

Volvos SUV XC60 ist das Rückgrat des Geschäfts, betonte Olaf H. Meidt, Deutschlandchef PR und Events. Wir durften das Facelift der zweiten Generation unter die Lupe nehmen und auch einen weiteren Bestseller, den V90 Cross Country in der Top-Version. Volvo hat mehrere Gründe zum Feiern: Weltweit legte der schwedische Autobauer in den ersten sieben Monaten 2021 eine beeindruckende Bilanz vor. Und der Produzent von Premiumfahrzeugen hat sich für die nächsten Jahre viel vorgenommen: Vor allem will er eines: ab 2030 nur noch rein batterieelektrische Modelle anbieten.

Volvos XC60 ist ein sehr attraktives Mittelklasse-SUV, das jetzt noch intelligenter gemacht worden ist. Fotos: Gernot Zielonka

Volvos XC60 ist ein sehr attraktives Mittelklasse-SUV, das jetzt noch intelligenter gemacht worden ist. Fotos: Gernot Zielonka

Wer auf schicke Kombis steht, ist mit dem Volvo V90 Cross Country bestens bedient.

Wer auf schicke Kombis steht, ist mit dem Volvo V90 Cross Country bestens bedient.

Voll digitalisiertes Cockpit im V90 CC.

Voll digitalisiertes Cockpit im V90 CC.

Zwischen Januar und Juli 2021 verkauften die Schweden weltweit 437.640 Fahrzeuge, ein Plus von 31,7 %. In Europa waren es 189.230 Pkw (+24,5 %9), in Deutschland 25.980 Modelle (+0,4 %). Der relevante Marktanteil hierzulande beträgt 8,0 %. Während die weltweite Quote an Fahrzeugen mit Volvo-Modellen „mit Kabel“ bei 25 % liegt, sind es in Deutschland aktuell 22,6 %.

Die Top 3 der in der Bundesrepublik vermarkteten Volvos führt der XC60 (8.822 Einheiten) an, gefolgt vom XC40 (8.046) und V60 /3.799). Gür die Hälfte aller Volvos sind geschäftlich zugelassen. Sie werden i.d.R. geleast oder auch im Abo vermietet. Seit Markteinführung der Generation 1 (2008) des XC60 wurden hier zu Lande 156.000 Einheiten verkauft, weltweit waren es 1,83 Millionen.

Ein weiteres wichtiges Standbein neben den SUVs stellen die Kombis dar. Seit Beginn dieser Karosseriebauform bei Volvo 1953 haben die Schweden weltweit 6,5 Mio. Einheiten verkauft. In Deutschland bietet der Importeur die drei Typen V60, V90 und V90 Cross Country an. 2020 betrug der Anteil der Kombis im gesamten Volvo-Portfolio 26 %. Den V90 Cross Country bieten die Kölner ausschließlich in der Top-Ausstattung an mit jeweils drei Benzinern und Diesel-Mildhybriden sowie zwei Plug-in-Hybriden. Auch dieses Modell haben wir gefahren und sind zum Schluss gekommen, dass der Crossover einen schicken und effizienten Geschäftswagen insbesondere für Freiberufler darstellt. Unsere Empfehlung angesichts der Entwicjklung der Märkte: einen der beiden PHEVs nehmen.

Aktuell leidet Volvo wie nahezu alle anderen Autohersteller auch unter der Halbleiter-Knappheit. Das bedeutet, es können nicht die Zahlen an neuen Fahrzeugen produziert werden, wie gewünscht. Doch wird sich das Problem in den kommenden Monaten sicher lösen lassen.

Fit für die Zukunft: Bis 2025 will Volvo weltweit 50 % seiner Modelle als BEVs verkaufen; 2030 wird es nur noch batterieelektrische Modelle geben. Eines davon, der C40 Recharge Pure electric, erscheint in wenigen Monaten /DMM hat ihn bereits vorgestellt). Bis 2025 sollen in Sachen Kunststoffverarbeitung in den künftigen Automobilen 25 % aus recyceltem Material bestehen. Und die CO2-Bilanz eines jeden Volvo-Modells soll in dreieinhalb Jahren um 40 % günstiger liegen als heute. Warum kein Wasserstoff-Volvo? Das Management hat sich eindeutig zur E-Mobilität bekannt. Brennstoffzellenfahrzeuge wird es im Pkw-Bereich nicht geben.  

Der neue  XC60. Das erfolgreiche Premium-Mittelklasse-SUV präsentiert sich im Modelljahr 2022 intelligenter und vernetzter denn je. Mit Produktionsbeginn im Mai 2021 wird das optisch dezent überarbeitete Wagen mit der neuen ADAS-Sensorplattform und dem Android-basierten Infotainment-System ausgestattet. Es integriert verschiedene Google-Dienste vollumfänglich ins Fahrzeug. Der neue Volvo XC60 startet zu Preisen ab netto 39.327 Euro (UVP) in Verbindung mit dem 145 kW (197 PS) starken B4 Mild-Hybrid Benziner und einer Achtgang-Automatik in der Ausstattungslinie Momentum.

Zum neuen Modelljahr spendiert der schwedische Premium-Automobilhersteller seinem Top-Seller weitere Aufwertungen. Optisch spiegelt sich dies in dem neu gestalteten Kühlergrill und einer neuen Front- und Heckschürze wider. Noch deutlicher zeigen sich die Neuerungen bei den inneren Werten. Das Herzstück bildet das gemeinsam mit Google entwickelte Infotainment-System der nächsten Generation. Mit der von Smartphones und Tablets bekannten Android-Benutzeroberfläche bietet es eine besonders intuitive Bedienung. Wir meinen: eine Apple-Benutzeroberfläche wäre m ein Vielfaches besser und vor allem sicherer gewesen. Android leidet von Beginn an unter mannigfaltigen Angriffsflächen für Hacker und ist tausendmal unsicherer als Plattformen mit dem Apfel. 

Neben Zugriff auf den Google Play Store und verschiedenen, für den Fahrzeugeinsatz optimierten Apps und Diensten umfasst das Digital-Paket, das ab dem Trim-Level Momentum Pro serienmäßig inbegriffen ist, eine Sprachsteuerung per Google Assistant. Ob Klimatisierung oder Musikwiedergabe, Anrufe oder Navigation: Nahezu alle Aufgaben lassen sich per Sprache erledigen, was sowohl den Komfort als auch die Sicherheit im Fahrzeug steigert. Die Routenführung erfolgt über Google Maps, das Echtzeit-Informationen berücksichtigt und so eine intelligente Navigation ermöglicht. Kosten für die Internet-Verbindung fallen erst nach vier Jahren an: Im Digital-Paket ist ein unbegrenztes Datenvolumen für besagte vier Jahre enthalten.

Mehr Komfort und neue Materialien im Interieur. Das Update des Fahrzeugs ist mit einer digitalen Instrumentenanzeige der zweiten Generation ausgestattet. Sie verbessert die Übersichtlichkeit und die Ablesbarkeit aller wichtigen Informationen hinter dem Lenkrad. Zum Digital-Paket gehört außerdem eine induktive Ladeschale, mit der sich das Smartphone drahtlos nach Qi-Standard aufladen lässt. Neue Materialien im Innenraum, darunter erstmals komplett lederfreie Optionen sowie die Textilpolsterung City Weave in Anthrazit, bieten weitere Möglichkeiten zur Personalisierung.

Neue und skalierbare ADAS-Sensorplattform. Die Sensorplattform Advanced Driver Assistance Systems (ADAS) nutzt eine von Zenuity entwickelte Software und kombiniert Radar-, Kamera- und Ultraschallsensoren, die das Fundament für verschiedene Assistenzsysteme legen. Sie unterstützen den Fahrer im Alltag, indem sie Gefahren und Hindernisse erkennen und bei Bedarf eingreifen, um Kollisionen zu vermeiden. Ohnehin schöpft der Volvo XC60 bei der Sicherheit aus dem Vollen: Neben dem automatischen Notbremssystem mit Erkennung von Fahrzeugen, Fahrradfahrern und Fußgängern inklusive Kreuzungsbremsassistent und Notbremsassistent bei Gegenverkehr, Cloud-basierten Diensten wie dem Slippery Road Alert, das vor einer rutschigen Fahrbahn warnt, verfügt das Mittelklasse-SUV erstmals über eine optimierte Einparkhilfe hinten mit automatischem Bremseingriff. Wenn sich beim Rückwärtsfahren Fußgänger oder andere Verkehrsteilnehmer nähern, wird das Fahrzeug automatisch abgebremst.

Elektrifizierte Antriebspalette. Bei den Motoren steht unverändert eine breite elektrifizierte Antriebspalette parat: Vier Otto- und drei Dieselmotorisierungen, die allesamt mit einem Mild-Hybridsystem kombiniert sind, decken ein Leistungsspektrum von 145 kW (197 PS) bis 220 kW (300 PS) ab. Die Geartronic Achtgang-Automatik überträgt die Kraft wahlweise auf die Vorderräder oder in Verbindung mit dem Allradradsystem auf alle vier Räder. Zusätzlich zu den Mild-Hybriden gibt es zwei an der Steckdose aufladbare Plug-in-Hybridvarianten und die besonders kraftvolle Polestar Engineered Version. Unser Tipp für Freiberufler und Selbstständige: die beiden PHEVs. Quelle: DMM / Volvo