VW-Konzern startet Kampf gegen Tesla

Kein deutscher Autobauer kann zurzeit mit der Technik der Elektroautos von Tesla mithalten. Weder der VW-Konzern, noch Daimler, noch BMW oder auch Porsche. Die Tesla-Modelle sind ausgereifter und bieten sehr viel mehr Effizienz als die E-Automobile aus Stuttgart, Zuffenhausen, München, Ingolstadt oder Wolfsburg. Grund genug, sich etwas einfallen lassen zu müssen. Konkret soll es um ein Modell im Rahgme des Hightech-Projekts "Artemis" gehen („Tesla-Fighter“) mit einer neuen Elektronikarchitektur. Der Wagen soll als Audi in den Markt gebracht werden. Die Grundzüge des künftigen E-Audi wurden n der Zusammenkunft festgelegt. Die Aufsicht über das Projekt hat der neue Audi CEO Markus Duesmann.

Der VW-Konzern plant einen neuen E-Audi als Kampfansage gegen Tesla. Foto: Gernot Zielonka

Der VW-Konzern plant einen neuen E-Audi als Kampfansage gegen Tesla. Foto: Gernot Zielonka

VW-Konzernvorstand Herbert Diess hatte in diesem Jahr schon mehrfach vor dem Vorsprung des kalifornischen Wettbewerbers gewarnt. Der rollt mit Model S, mit Model 3 die Märkte in USA und China auf, auch in Deutschland sieht man immer mehr Model 3. Tesla verkauft z.B. auf dem nordamerikanischen Markt mehr Autos als die drei deutschen Hersteller Audi, BMW und Mercedes zusammen. Und weil Tesla nun auch in Deutschland eine Gigafactory hochzieht, um nahe Berlin Elektroautos zu bauen, fürchten die deutschen Hersteller eine künftige Dominanz Teslas auch auf dem deutschen Markt.  

Deshalb hatte der VW-Konzern zu einem Workshop „Mission T“ („T“ steht wohl für Tesla bzw. Tesla-Fighter) eingeladen, bei dem die Konzern- und Markenvorstände beratschlagten, wie man den enormen Vorsprung Teslas einholen könne. In einer Bestandsaufnahme war das Gremium zuvor zum Ergebnis gekommen, dass die bisherigen Elektromodelle mit Tesla nur in Teilbereichen mithalten können. Das gelte für den Taycan oder e-tron genauso wie für den kurz vor der Serienreife stehenden VW ID.3. Die Vorstände wollen nun einen neuen Anlauf starten.

Konkret geht es nun um das Hightech-Projekt "Artemis". Chef wird Alex Hitzinger, aktuell Treiber des autonomen Fahrens im Konzern. Dieser soll mit einem Team von Automobil- und Technologieexperten im ersten Schritt „schnell ein wegweisendes Modell für Audi entwickeln“, so CEO Duesmann. Dabei stehen ihm die Ressourcen und Technologien des gesamten Volkswagen Konzerns zur Verfügung. Duesmann und seine Konzern-Kollegen erwarten vom Projekt „Artemis“ auch eine Blaupause für die künftige, agile Entwicklung von Automobilen im gesamten Volkswagen Konzern.

Das Projektteam soll große Freiheitsgrade erhalten und global vom Hightech-Hub INCampus in Ingolstadt bis an die Westküste der USA arbeiten. Digitale Angebote wird die konzerneigene car.Software.org beisteuern, die ihre Basis ebenfalls in Ingolstadt hat. Im Fokus von „Artemis“ stehen neue Technologien rund um das elektrische, hoch-automatisierte Fahren mit konkretem Modellbezug. Der erste Auftrag ist ein hocheffizientes Elektroauto, das bereits 2024 auf die Straße kommen soll. Das Kreativteam wird außerdem ein weitreichendes Ökosystem um das Auto herum schaffen und so ein neues Geschäftsmodell für die gesamte Nutzungsphase entwerfen. Quelle: VW / DMM