Warnung vor Geschäftsreisen nach China

Das Coronavirus ist Thema in allen Medien weltweit. Die Lungenkrankheit hat in China schon über 80 bestätigte Tote gefordert. Über 2.000 Menschen haben sich infiziert. Der Erreger breitet sich rasant aus. Aus immer mehr Ländern werden Infektionen und Verdachtsfälle gemeldet. Nun ist die von dem Erreger ausgelöste Lungenkrankheit auch in der EU angekommen. China hat inzwischen Gruppenreisen ins Ausland und im Inland verboten und in Hongkong bleiben Vergnügungsparks wie Disneyland geschlossen. Deutschen Unternehmen ist anzuraten, bis auf Weiteres keine Geschäftsreisende nach China zu entsenden.

In China kämpfen zig Ärzte um das Leben von Corona-Patienten. Die hoch gefährliche Epidemie breitet sich immer weiter aus, auch nach Europa. Foto: Xinhua

In China kämpfen zig Ärzte um das Leben von Corona-Patienten. Die hoch gefährliche Epidemie breitet sich immer weiter aus, auch nach Europa. Foto: Xinhua

Das Coronavirus kann zu schweren Atembeschwerden, Lungenentzündungen und hohem Fieber führen. Gefährlich wird es vor allem für ältere und kranke Menschen, ähnlich wie bei einer Grippe. Ein tödlicher Verlauf ist angesichts der raschen Zunahme an Sterbefällen nicht mehr auszuschließen. Er hat sich, bisherigen Berichten zufolge, immer dann ergeben, wenn Vorerkrankungen im Spiel waren.

In der Schweiz wird ab sofort die Meldeverordnung angepasst. Ärzte und Laboratorien in der Schweiz müssen Fälle mit Verdacht auf Corona-Infektion innerhalb von zwei Stunden den Kantonen und dem Bund melden. In Deutschland sieht man die Epidemie noch gelassen, noch. So betonte der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, im ZDF-Heute Journal, man könne die Schwere der dadurch verursachten Erkrankung noch nicht genau beurteilen.

Anders als die Bundesrepublik reagieren auch die USA: Angesichts der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus kündigten die USA an, ihre Bürger aus dem am stärksten von der Epidemie betroffenen Gebiet in Zentralchina auszufliegen. Es werde ein Flug arrangiert, um US-Behördenpersonal und weitere Staatsbürger aus Wuhan nach San Francisco zu bringen, teilte das US-Außenministerium mit. Der Flug sei für Dienstag geplant.

China hat ganze Städte abgeriegelt, um das Coronavirus zu stoppen. Trotz drastischer Gegenmaßnahmen nach dem Ausbruch der neuen Lungenkrankheit in China gibt es immer mehr Todesfälle in der Volksrepublik. Die Zahl der bestätigten Todesopfer stieg inzwischen auf 56, wie die Nationale Gesundheitsbehörde des Landes mitteilte. Demnach haben sich 1975 Menschen in China mit dem Coronavirus angesteckt, der die neuartige Lungenkrankheit auslöst.

Die Provinzhauptstadt von Hubei, die Millionenmetropole Wuhan, ist besonders stark vom Coronavirus betroffen: Dort war der Erreger vor wenigen Wochen auf Menschen übergesprungen - vermutlich auf einem Tiermarkt. Wie Staatsmedien am Sonntag berichteten, sollen in der Stadt 24 allgemeine Krankenhäuser nun zusätzliche Betten für Patienten bereitstellen.

DMM rät allen Firmen mit Geschäftskontakten im Reich der Mitte davon ab, MitarbeiterInnen auf Geschäftsreisen ins Reich der Mitte zu entsenden. Denn spätestens im Flugzeug und an den Flughäfen kann es zum Kontakt mit Menschen aus China kommen. Die Ansteckungsgefahr ist immens, der Ausgang dann ungewiss. Aktuell hat die Bundesregierung bekannt gegeben, deutsche Staatsbürger aus den betroffenen Regionen zu evakuieren nach dem Vorbild der USA und anderer europäischer Staaten. Quellen: Xinhua, Tagesschau, ZDF / DMM