Was tun gegen Corona? Tipps des Bundesgesundheitsministeriums

Angesichts der Entwicklung in Italien und weiteren Fällen in Deutschand rechnet Bundesgesundheitsminister Jens Spahn damit, dass sich das Coronavirus auch hierzulande ausbreiten kann. „Durch die Lage in Italien ändert sich auch unsere Einschätzung der Lage: Corona ist als Epidemie in Europa angekommen", sagte Spahn auf einer Pressekonferenz in Berlin. "Deshalb müssen wir damit rechnen, dass sie sich auch in Deutschland ausbreiten kann“, so Spahn.

Weltweit wurden bis Dienstag, 25. Februar 2020, 80.142 Fälle gemeldet, davon sind 2.698 Menschen verstorben. Mit einem Import von weiteren Fällen nach Deutschland muss gerechnet werden, so das Bundesgesundheitsministerium (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html). Auch weitere Übertragungen und Infektionsketten in Deutschland sind möglich. Gegenwärtig gibt es jedoch keinen Anhalt für eine anhaltende Viruszirkulation in Deutschland, so dass die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland aktuell von den Experten des Robert Koch-Instituts weiterhin als gering eingeschätzt wird. Diese Einschätzung wird auch vom Europäischen Zent-rum für Krankheitsprävention und -kontrolle (ECDC) geteilt.

Bei Messen, Kongressen oder Veranstaltungen ist es allgemein empfehlenswert, auf Prävention von Infektionskrankheiten zu achten. Veranstalter sollen die TeilnehmerInnen darüber hinaus organisiert und strukturiert über allgemeine Maßnahmen des Infektionsschutzes wie Händehygiene, Abstand halten oder Husten- und Schnupfenhygiene aufzuklären. Die Zuständigkeit bezüglich Veranlassung von Maßnahmen für Messen und Messebesucher obliegt den lokalen Behörden vor Ort.

Das Robert Koch-Institut empfiehlt Menschen, die an akuten respiratorischen Erkrankungen leiden, generell lieber zuhause zu bleiben,.Von einer aktuellen Zirkulation von SARS-CoV-2-Viren in Deutschland gehen die Experten noch nicht aus. Für Besucher und Aussteller, die mit dem Flugzeug aus China z.B. zur ITB kommen, wurden ebenfalls Vorkehrungen getroffen. Um sich und andere vor Ansteckung durch das Corona-Virus zu schützen, sollten alle erhöhte Aufmerksamkeit walten lassen und folgende Maßnahmen beachten:

  • Abstand zu Erkrankten halten (ein bis zwei Meter)
  • regelmäßiges, häufiges und sorgfältiges Händewaschen (mindestens 20 Sekunden mit Seife bis zum Handgelenk)
  • bei Bedarf Handschuhe tragen (nach täglichem Wechseln waschen)
  • Händeschütteln und Umarmungen vermeiden
  • in die Armbeuge niesen
  • weitere schützende Gewohnheiten entwickeln, etwa das Drücken von Fahrstuhlknöpfen mit Knöcheln statt Fingerspitzen
  • belebte Orte und Veranstaltungen meiden.

Atemmasken bieten Gesunden hingegen wenig Schutz, die Befeuchtung der Maske durch kondensierte Atemluft hebt den Barriereschutz schon nach 20 Minuten auf. Masken sollten medizinischem Personal vorbehalten sein. Quelle: Bundesgesundheitsministerium / DMM