Wieder Haarrisse bei A380

Airbus muss sich erneut mit einem Problem bei den Doppelstöckern herumschlagen: Haarrisse an den Tragflächen. Laut Europäischer Flugsicherheitsbehörde EASA sind bei 25 der Riesenvögel (wie schon 2012) Haarrisse entdeckt worden. Airlines, die A380, insbesondere ältere Modelle in der Flotte haben, müssen die nicht ungefährlichen Schäden baldmöglich beheben.

 

Vor sieben Jahren waren Haarrisse bei A30 von Qantas und SIA entdeckt worden. Die Mängel mussten mit aufwändigen und kostspieligen Reparaturen beseitigt werden. Das Problem sorgte seinerzeit auch bei Geschäftsreisenden für ein mulmiges Gefühl. Nun kehrt das Problem zurück. Entdeckt wurden neue Risse an den äußeren Flügelholmen, die innerhalb der Tragflächen als tragenden Bauteil fungieren. Die kleinen Risse könnten die Tragfähigkeit der Flügelstruktur gefährden, so die EASA in einer vorläufigen Anweisung.

Hersteller Airbus muss eine Anleitung zur Inspektion und Instandsetzung erstellen, aus der hervorgeht, wie die Tragflächen u.a. mit präzisen Ultraschall-Geräten nach Rissen abgesucht werden können.

Vom Haarriss-Problem sollen nur die ersten 25 gebauten Airbus A380 betroffen. Es sind die Maschinen mit den Seriennummern 006 bis 017,  019 bis 023, 025 bis 027 und 029, 033, 034, 038 sowie 040. Aktuell sind sie noch bei Singapore Airlines, Emirates, Qantas sowie Hi Fly im Einsatz. Auch zwei Maschinen von Air France und eine von Lufthansa sind betroffen. Die EASA schreibt den A380-Betreibern eine dreijährige Wiederholung der Inspektionen vor. Und laut Behörde soll nicht ausgeschlossen sein, dass es noch mehr betroffenen Doppelstöcker gibt. Quelle: Flightglobal / DMM