XCeed und ProCeed - zwei attraktive Geschäftswagen

Mit der Ceed-Familie hat Kia im Kompaktwagensegment gleich mehrere Modelle, die auch im gewerblichen Bereich eine gute Rolle spielen. So haben die Koreaner im deutschen Markt zwischen Januar und April 2020 stolze 2.909 Fahrzeuge verkauft, darunter viele Ceed Sportswagon, aber auch den Shooting Brake ProCeed und den extravaganten Crossover XCeed. Beide hatte DMM als Testwagen.

 

Kia's XCeed ist ein hoch attraktiver Geschäftswagen. Fotos: G. Zielonka

Kia's XCeed ist ein hoch attraktiver Geschäftswagen. Fotos: G. Zielonka

Erstaunlich geräumig, trotz Coupéform, der Kia XCeed.

Erstaunlich geräumig, trotz Coupéform, der Kia XCeed.

Genauso praktisch wie der reine Kombi, der Kia ProCeed.

Genauso praktisch wie der reine Kombi, der Kia ProCeed.

Hat in der Heckansicht etwas vom Porsche Macan, der Kia ProCeed.

Hat in der Heckansicht etwas vom Porsche Macan, der Kia ProCeed.

Bemerkenswert: Vor Kia rangierten von den Importeursmarken nur Volvo, Renault, Toyota und Peugeot. Hinter Kia reihte sich die Schwestermarkt des Hyundai-Konzerns ein. Kia legte um bemerkenswerte 5,6 % zu, wohingegen die Schwester Hyundai geradezu einen Absturz mit -46,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erlebte. Aber sei’s drum. Wir haben den XCeed und den ProCeed gefahren, beide als Benzinerversionen.

Beide Modelle sind sportlich schick geraten und praktisch, wobei uns wirklich schwerfällt zu beurteilen, welcher von beiden der attraktivere ist. Beide Fahrzeuge sind optische Hingucker. Der XCeed, ein fünftüriger Crossover, ist ein modischer Mix aus klassischem SUV, aus sportlichem Coupé und Schrägheck-Limousine. Der ProCeed steht dem Jüngsten Geschwister XCeed in nichts nach. Er ist ein echter Design-Kombi mit coupéartiger Linie.

Das Interieur beider Modelle fällt sehr angenehm auf durch seine, man muss es so sagen, von Kia inzwischen gewohnte sehr hohe Qualität bei der Auswahl der verwendeten Materialien und deren Verarbeitung. Auch ist die Bedienung in sich logisch und dementsprechend einfach, wobei der XCeed ein volldigitales und individuell einstellbares Bedienfeld aufweist.

An der Serienausstattung von ProCeed und XCeed könnte sich so mancher Mitbewerber, insbesondere aber die deutschen Platzhirschen, ein paar Scheiben abschneiden. Im Fall der Pro Ceed sind es beinahe alle wichtigen Assistenzsysteme, dazu Klimaautomatik, Rückfahrkamera, eine komplett beheizbare Windschutzscheibe, ein attraktives Audiosystem u.a.m.. 

Schau’n wir uns den ProCeed von hinten an, erinnert uns das Heck mit seinem durchgehenden LED-Leuchtenband stark an den Porsche Macan. Apropos Heck: Probehalber haben wir den Kofferraum mal mit, mal ohne umgelegte Rücksitze „befüllt“. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Da passt unglaublich viel rein. Von Vorteil, insbesondere für Frauen, die Ladekante des schnittigen Hecks ist so niedrig, dass man sich nicht plagen muss, seine  Einkäufe oder schwerere Gegenstände sicher zu verstauen.

Alles in allem wartet der Design-Kombi mit zahlreichen praktischen Vorzügen auf. Trotz coupéartiger Linienführung bietet der Zwitter aus Coupé und Kombi im Vergleich zum reinen Kombi Sportswagon ähnlich gute Raum- und Platzverhältnisse. Selbst groß gewachsene Fahrer und Mitfahrer ordentlich Platz finden. Wenn wir von Nachteilen sprechen, dann wissen wir eigentlich nur einen: Die Sicht nach hinten ist mehr oder weniger fast keine.

Mit dem goldfarbenen XCeed, den wir im Test hatten, fällt man wirklich auf, im positiven Sinn. Der Wagen ist zwar kein Allradler, aber er bietet den Vorzug der höheren Sitzposition. 5 cm höher als die restliche Familie haben ihn die Ingenieure gelegt. SUV-Merkmale sind die dunkle Beplanung um die Radhäuser und ein Art Unterfahrschutz. Fronstseitig fällt der größere untere Lufteinlass ins Auge. Auch weist der XCeed im Vergleich zum ProCeed eine modifizierte Tigernase aus.   
Anders als beim ProCeed ist das voll digitale Kombiinstrument mit seinem 12,3“ hochauflösenden Bildschirm. Es ist zwar eine Spielerei, aber eine schöne: Man kann sich sein Cockpit „basteln“ wie man es liebt und ändern wann immer man das möchte.

Loben wir schon beim ProCeed die Platzverhältnisse, so sind sie beim XCeed noch besser. Und auch der Kofferraum Macht noch mehr her, im wahrsten Sinn des Wortes; denn das Coupé-SUV hat ja eine etwas länger bauende Karosserie. Auch beim XCeed gilt das beim ProCeed Gesagte: Das SUV-Coupé besticht ebenfalls durch seine umfangreiche Serienausstattung. Viele Assistenzsysteme sind von Haus aus an Bord, der Verbrauch ist vergleichsweise moderat.

Auch über den Fahreindruck können wir nur Gutes berichten. Technik und Fahrwerk sind beim XCeed gleich mit dem Ceed. Seine Lenkung spricht wie beim ProCeed sehr präzise an. Dank ausgewogenem wenn auch straff abgestimmtem Fahrwerk lassen sich XCeed und ProCeed sicher und ohne Komforteinbußen bewegen. Die Federung schluckt alle Unebenheiten bestens weg.

Ein Riesenargument auch für gewerbliche Interessenten ist neben der umfangreichen Serienausstattung natürlich die 7-Jahresgarantie (bzw. bis 150.000 km). Besagte sieben Jahre Garantie sind Gold wert! Kia macht alles richtig. Die Koreaner liefern Automobile, die innen wie außen einen sehr wertigen Eindruck hinterlassen. Quelle: DMM