Laut dem früheren BMW-Manager und heutigem Zeekr-Europa-CEO Lothar Schupet ist die zum riesigen Geely-Konzern gehörende Marke schon in elf europäischen Ländern aktiv, darunter im Vereinigten Königreich, in Norwegen, Belgien, der Schweiz und in Kroatien.Und nun kommt Deutschland an die Reihe.
Zeekr richtet sich in Deutschland an „premiumluxusaffine Privatkunden“ sowie Betreiber von Unternehmensflotten und Mietwagenanbieter. Es soll maßgeschneiderte Offerten für mittelgroße Fuhrparks geben, für Betreiber extensiver Unternehmensflotten sowie für die bekannten Mietwagenanbieter. Die Nachfrage sei enorme, so Schupe. Es gebe etliche DAX-Unternehmen und große Leasing-Gesellschaften, die auf Zeekr-E-Autos warten. Zeekr arbeitet im B2B-Geschäft u.a. mit Arval und BNP Paribas zusammen. Zum Start in Deutschland strebt Zeekr daher ein dichtes Netz von mindestens 40 Kundenzentren mit umfassenden Zeekr-Touchpoints an; innerhalb von sechs Monaten soll die Anzahl auf rund 100 zulegen.
Für die deutschen Hersteller sind das keine guten Nachrichten. Sie stehen auf dem hart umkämpften Markt für E-Autos ohnehin unter Druck – und die chinesischen Zeekr-Modelle (ein Shooting Break und zwei SUV) dürften beim Preis-Leistungs-Verhältnis kaum zu überbieten sein (das Modell Zeekr X startet bei 37.990 Euro).
Zeekr wirbt offensiv damit, dass seine Modelle im Entwicklungszentrum am Volvo-Standort Göteborg entstanden sind (Volvo gehört ebenfalls zu Geely-Konzern). Dort seien 400 Menschen allein für Zeekr an der Entwicklung und der Anpassung der Autos an den europäischen Markt beschäftigt.
Produziert werden die Autos aber ausschließlich in China – und fallen damit unter die Anti-Dumping-Zölle der EU von bis zu 35 %. Für die Hochvoltbatterien seiner E-Autos gibt Zeekr eine Garantie von acht Jahren oder bis zu 200.000 Kilometer. Der Hersteller will damit Vertrauen schaffen – doch in den vergangenen vier Jahren hat Zeekr weltweit nur etwa 550.000 Fahrzeuge verkauft. Während europaweit die chinesischen Hersteller bereits einen Marktanteil von ca. 10 % haben, sind es in Deutschland bis dato nur 5 %. In China aber haben de deutschen Hersteller überhaupt keine Chance mehr, es sei denn, sie bieten ihre Autos dort, so wie es Audi mit der eigenen chinesischen Marke AUDI macht, das A6-e-tron.Derivat über 60 % günstiger an als in Deutschland. Quelle: E-AutoNews / DMM



