Gepäckstücke im Visier...

Wer viel klaut, der ist der Polizei bekannt. Diese Erfahrung machten zwei Gepäckdiebe am Wochenende (24./25. Januar) am Dortmunder Hauptbahnhof. Zivilfahnder der Bundespolizei nahmen die zwei Männer gleich mehrmals vorläufig fest.

Ein 20- und ein 21-jährige Marokkaner entwendeten am ZOB gegenüber des Dortmunder Hautbahnhofs am Samstagmorgen einer 78-jährigen Frau die Handtasche. Zivilfahnder der Bundespolizei hatten die beiden Männer bereits bei Diebstahlsversuchen im Bahnhof beobachtet und verfolgt. Einer der Täter flüchtete, traf aber kurze Zeit später wieder seinen Partner, der sich ebenfalls an den Reisebussen befunden hat. Als sie die Beute teilen wollten, erfolgte die Festnahme durch die Bundespolizei. Das Opfer erhielt die Tasche mit komplettem Inhalt zurück.

Vier Stunden später stahlen die gleichen Männer im Dortmunder Hauptbahnhof einem 40-Jährigen in der Bahnhofsbuchhandlung den Koffertrolley. Anschließend liefen sie in Richtung U-Bahn und konnten dort erneut durch Zivilkräfte festgenommen werden. Das Opfer hatte den Diebstahl noch nicht einmal bemerkt. Auch am Sonntagmorgen war das gleiche Duo wieder aktiv. Nach erfolglosen Diebstahlsversuchen in anhaltenden Fernzügen, bestahlen sie einen 34-jährigen russischen Asylbewerber der schlafend im Warteraum auf einen Stuhl saß. Als die Täter bemerkten, dass die Geldbörse des Bestohlenen kein Bargeld enthielt, warfen sie ihre Beute weg. Nach erfolgter Festnahme wurde auch dieser Fall angezeigt.

Sonntagmittag war der 21-jährige des Duos alleine im Bahnhof unterwegs. Ohne Bargeld war er plötzlich im Besitz eines IPads. Dieses konnte er weder entsperren, noch einen Besitznachweis erbringen. Auf der Wache wurde er durchsucht. Hierbei fanden die Bundespolizisten ein iPhone 5. Auch dieses Smartphone konnte einem Diebstahl zugeordnet werden. Zur Verhinderung weiterer Straftaten wurde der 21-Jährige dem Polizeigewahrsam in Dortmund zugeführt. Von dort aus erfolgte die Vorführung beim Haftrichter. Nach dem 20-jährigen Mittäter wird weiter gefahndet.

Quelle: Bundespolizei / DMM