Zu wenige Gesundheits- und Schutzprogramme für Geschäftsreisende

In offensichtlich vielen der weltweit führenden Unternehmen in den Branchen Öl, Gas, Bergbau, Offshore, Schifffahrt und alternative Energien gibt es keine oder kaum Gesundheits- und Schutzprogramme für Reisende. Nach einer unabhängigen Untersuchung von CWT, Reisemanagementplattform für Unternehmen und deren Mitarbeiter (Business-to-business for Employees – B2B4E), und der CWT-Geschäftseinheit Energy, Resources and Marine (ERM) sagen nur 52 % der Vorstandsmitglieder und leitenden Angestellten, dass ihre Unternehmen solche Programme einsetzen.

Und wie es im aktuell veröffentlichten Jahresbericht von CWT ERM „2020 Vision: A Close Look at the Well-Being of Traveling Employees“ , heißt, geben nur 32 % an, dass ihre Organisationen die Bedeutung des Wohlbefindens der Reisenden messen und auswerten.

Der diesjährige ERM-Report ist der erste, der sich hauptsächlich auf das Wohlbefinden der reisenden Angestellten konzentriert, und er schließt eine unabhängige globale Befragung von rund 400 Vorstandsmitgliedern und Führungskräften in der Öl- und Gasindustrie ein.

“Die Branchen Energie, Rohstoffe und Schifffahrt waren lange führend, wenn es darum ging, die Themen Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu verstehen und anzusprechen. Dies nicht zuletzt wegen der Komplexität, der sich besonders Reisende aus dem ERM-Bereich gegenübersehen, wenn sie zu den oft abgelegenen Destinationen reisen oder dort ankommen“, erklärte Raphaël Pasdeloup, Senior Vice President und Global Head von CWT ERM. Und weiter: „Für uns geht es um mehr, als die Mitarbeiter nur sicher und pünktlich zu ihren Arbeitsplätzen zu bringen. Wir wollen sicherstellen, dass sie auch ausgeruht dorthin kommen.”, ergänzte er. “Darum wollen wir Unternehmenskulturen fördern, die das Wohlbefinden reisender Mitarbeiter unterstützen, wenn sie beruflich unterwegs sind, und nachdem sie zu ihrem normalen Leben zurückgekehrt sind. Dies erfolgt durch Monitoring und fest strukturierte Einstufungen. Wie unser Bericht zeigt, muss in diesem Bereich mehr unternommen werden.”

Ein weiteres Ergebnis des Berichts ist, dass Reisen heute mehr Stress bedeutet als früher, da die Dienstreisen kontinuierlich zunehmen und die reisenden Angestellten immer stärker miteinander in Kontakt stehen. Hinzu kommen die Vorstellung, dass man ständig verfügbar sein muss, unabhängig von der jeweiligen Zeitzone, sowie das Fehlen von Privatsphäre und Auszeit. In den Branchen Energie, Rohstoffe und Schifffahrt könnte dies ein unmittelbares Sicherheitsrisiko darstellen, denn Entscheidungen bei Müdigkeit zu fällen, kann einen Arbeiter, wenn er auf einer Bohranlage oder innerhalb einer Miene ist, in Gefahr bringen.

Der Bericht zeigt, dass Sicherheit und Risikoverringerung jetzt an der Spitze der wichtigsten Prioritäten der Organisationen in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit reisender Mitarbeiter stehen, direkt gefolgt von den Sorgen über Produktivität, Gesundheit und Wohlbefinden.

Neben der Aufnahme neuer Techniken, um Themen wie Müdigkeit, Jet-Lag, Bewegung und Ernährung zu behandeln, empfiehlt der Report auch, eine Unternehmenskultur aufzubauen, die das Wohl der Mitarbeiter verbessert. Dazu gehören die Zustimmung von leitenden Angestellten, die reisebezogene Entscheidungen treffen und gezielte Maßnahmen festlegen, die das Wohlbefinden während der Reise fördern.  

Über die Studie: Die unabhängige Studie wurde durch oilandgaspeople.com durchgeführt, ein Medium für Nachrichten und Stellenangebote der Öl- und Gasindustrie mit mehr als 3 Mio. Mitgliedern. Die Untersuchung erfolgte im September 2019, insgesamt wurden 388 Vorstände und leitende Angestellte in der Öl- und Gasindustrie weltweit befragt. Runde 26 % der Befragten stammten aus Nordamerika, 22 % aus Europa, 19 % aus Afrika sowie 33 % aus Asien-Pazifik, Lateinamerika und dem Nahen Osten. Quelle: CWT / DMM