American Airlines und die A321 XLR

Die 737-MAX-Affäre bringt Boeing in die Bredouille. Jetzt wurde bekannt, dass die weltgrößte Fluggesellschaft American Airlines ihre 757-Flotte möglicherweise durch den neuen Airbus A321 XLR ersetzen wird. Der europäische Flugzeugbauer will seinen reichweitenstärksten A321 ab 17. Juni (bis 23. Juni) auf der Luftfahrtmesse in Le Bourget nahe Paris vorführen.

Angeblich liebäugelt American Airlines mit der Beschaffung der A321 XLR. Im Bild eine ähnliche A321 in Alabama. Foto Airbus

Angeblich liebäugelt American Airlines mit der Beschaffung der A321 XLR. Im Bild eine ähnliche A321 in Alabama. Foto Airbus

 Interesse am A321 XLR zeigen auch der US-Carrier Jetblue, der IHG-Günstigableger Level und Indigo. Wie die US-Nachrichtenagentur Bloomberg meldet , kann sich AA die A321-Neo-Variante als Ersatz für ihre 34 alternden Boeing 757-200 gut vorstellen. Das freilich will das Management von Boeing unter allen Umständen verhindern. Allein es fehlt noch das passende Angebot: Eine B 737 MAX10 ist bei Boeing zwar in Planung, aber aktuell wagt es Boeing wegen der 737 MAX-Affäre nicht, neue Flugzeuge mit dieser Bezeichnung vorzustellen. Die 737-10 soll bei Boeing den Counterpart zur A321 LR darstellen. Und ob es die geplante echte 757- und 767-Nachfolge in Gestalt des Middle-of-the-Market-Flugzeugs (Nomenklatur 797 steht noch nicht fest) geben wird, ist noch immer nicht ausgemacht.

Der A321 XLR soll Spekulationen zufolge um die 9.000 km weit fliegen können. Damit könnte AA problemlos z.B. von Dallas nach München fliegen. Ob es zum Deal kommt, darüber hüllen sich AA und Airbus in Schweigen. Aktuell hat AA noch Bestellungen für 97 A321 Neo und 27 A321 Ceo bei Airbus offen. Airbus kann die XLR-Version einer A321 voraussichtlich nicht vor 2024 liefern, da die Produktion mit der A320 neo-Familie, mit A330 neo und A350 voll ausgelastet ist. Quelle: Bloomberg / DMM