BMW i: Elektromobilität auch im öffentlichen Personennahverkehr

BMW i setzt die Erschließung zusätzlicher Einsatzfelder für lokal emissionsfreie Antriebstechnologie konsequent fort und fördert damit jetzt auch die Nachhaltigkeit im öffentlichen Personennahverkehr. Erstmals werden die für den BMW i3 entwickelten Elektromotoren und Hochvoltbatterien einen für den Innenstadtverkehr konzipierten City-Bus des türkischen Herstellers Karsan antreiben.

Der vollelektrische City-Bus "Jest" des Unternehmens Karsan fährt mit BMW i3 Motoren und Hochvoltbatterien. Foto: BMW

Der vollelektrische City-Bus "Jest" des Unternehmens Karsan fährt mit BMW i3 Motoren und Hochvoltbatterien. Foto: BMW

Die Vereinbarung zwischen der BMW Group und Karsan sieht die Lieferung von Motoren und Energiespeichern für das rein elektrisch angetriebene Modell „Jest electric“ vor, das im türkischen Bursa für den heimischen sowie für internationale Märkte gefertigt wird. Mit dieser Zusammenarbeit setzt BMW i einmal mehr Impulse für eine an Nachhaltigkeit orientierte urbane Mobilität. Die im Karsan Jest electric eingesetzten Elektromotoren und Hochvoltbatterien von BMW i ermöglichen es den Betreibern von öffentlichen Nahverkehrsnetzen, ihre Passagiere auf innerstädtischen Straßen lokal emissionsfrei und zugleich komfortabel zu befördern.

Der öffentliche Nahverkehr ist das jüngste von zahlreichen Aktionsfeldern, auf denen BMW i Technologie für mehr Nachhaltigkeit sorgt. Bereits seit dem vorigen Jahr versorgt BMW i die Streetscooter GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Deutschen Post, mit Energiespeichertechnik für lokal emissionsfreie Mobilität. Die Batteriemodule von BMW i ermöglichen den ganztägigen Einsatz des Streetscooters beim Ausliefern von Briefen und Paketen ohne zwischenzeitliches Aufladen.

Ebenfalls seit 2017 liefern die für den i3 entwickelten Hochvoltbatterien auch auf dem Wasser Energie für nachhaltige Mobilität. Das Unternehmen Torqeedo, weltweit führender Hersteller von elektrischen Bootsantrieben, nutzt sie als Energiequelle für seine Motoren. Darüber hinaus werden BMW i Hochvoltbatterien als stationäre Energiespeicher von regenerativ erzeugtem Strom aus Wind- oder Solaranlagen eingesetzt.

Die steigende Nachfrage nach Anwendungen jenseits der Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybrid-Modelle im Programm der Marken der BMW Group unterstreichen den weitsichtigen und universellen Charakter der ganzheitlich von Nachhaltigkeit geprägten Ausrichtung von BMW i. Die bei BMW i konzentrierte Entwicklungskompetenz in den Bereichen Elektromotor und Hochvoltspeicher einschließlich Batteriemanagement kann für eine wachsende Anzahl von Produkten und Einsatzfeldern des täglichen Lebens genutzt werden.

Die von der BMW Group in Eigenregie entwickelten Elektromotoren und Hochvoltbatterien zeichnen sich durch herausragende Performance-Eigenschaften und hohe Zuverlässigkeit aus. Sie werden im BMW Werk Dingolfing produziert. Das Kompetenzzentrum der BMW Group für Elektromobilität hat die Produktionskapazitäten und Fertigungskompetenzen in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich erweitert. Der Elektro-Synchronmotor des i3, der zukünftig auch im Karsan Jest electric eingesetzt wird, erzeugt eine Spitzenleistung von 125 kW/170 PS sowie ein maximales Drehmoment von 250 Nm.

Die dazu erforderliche Energie stellt eine Lithium-Ionen-Batterie zur Verfügung, die sich dank ihrer kompakten Abmessungen und einem geringen Gewicht für vielfältige Anwendungen eignet. Der Hochvoltspeicher setzt sich aus 8 Modulen mit jeweils 12 Zellen zusammen und bietet eine Kapazität von bis zu 44 kWh. Seriennahe Prototypen des Karsan Jest electric erreichen durch die Kombination von zwei Hochvoltspeichern eine Kapazität von 88 kWh und damit eine Reichweite von 210 km. Im Linienbetrieb kann der City-Bus damit bis zu 18 Stunden lang ohne Zwischenstopp zum Auffrischen der Energievorräte eingesetzt werden. Die kompakten Abmessungen von Elektromotor und Hochvoltbatterie kommen auch dem Platzangebot im Innenraum zugute. Der rund 6 m lange Karsan Jest electric bietet Platz für bis zu 26 Passagiere und damit vier Plätze mehr als die herkömmlich angetriebene Modellvariante. Der City-Bus verfügt über Niederflurtechnik, die den Passagieren auch mit Kinderwagen und Rollstühlen einen komfortablen Zugang gewährleistet. Quelle: BMW / DMM