DB lässt KISS-Doppelstockzüge modernisieren

Die Deutsche Bahn hat den Schweizer Bahnbauer Stadler mit der Modernisierung der von der österreichischen Westbahn übernommenen Doppelstock-Ferntriebzüge beauftragt.

Die DB lässt ihre von der Westbahn übernommenen 17 KISS-IC-Garnituren runderneuern. Foto: DB

Die DB lässt ihre von der Westbahn übernommenen 17 KISS-IC-Garnituren runderneuern. Foto: DB

Stadler rüstet im Auftrag der Deutschen Bahn 17 KISS-Doppelstockfahrzeuge um. Zum Upgrade zählen neben erweiterten digitalen Services, Anpassungen im Innenraum und des Zugsicherungssystems auf ETCS Baseline 3 auch der Erhalt der Genehmigung für den Verkehr der Fahrzeuge in die Schweiz. Acht der Züge werden zudem auch außen für den Einsatz als Intercity angepasst. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 22 Mio. Euro. Ab Ende 2022 sollen die ersten Züge im rundum neuen Look auf die Schiene gehen. Sie gelten inzwischen auch bei Geschäftsreisenden als höchst beliebt. Im Einsatz sind die Doppelstock-Triebzüge auf der IC-Linie Dresden-Berlin-Rostock.

Seit April 2020 sind neun vierteilige KISS-Doppelstockzüge von Stadler im Fernverkehr der Deutschen Bahn (DB) im Einsatz. Weitere acht Züge kommen ab Ende 2021 hinzu. Diese ursprünglich für die österreichische Westbahn gebauten Fahrzeuge werden entsprechend der Anforderungen der Deutschen Bahn nun durch Stadler umfassend überarbeitet. Nach den Anpassungen fahren die Züge innen und außen im DB-Fernverkehrsdesign und warten mit viel Komfort für Fahrgäste und Personal auf.

Bereits heute verfügen die Fahrzeuge an jedem Sitzplatz über Steckdosen. Die Fahrgastinformation und das WLAN werden verbessert. Reservierungsanzeigen wird es künftig an allen statt wie bisher nur an ausgewählten Plätzen geben. Auch betriebsseitig erfahren die Fahrzeuge technologische Updates. So werden alle 17 Züge auf das Zugsicherungssystem ETCS Baseline 3 angepasst. Die Erweiterung der Genehmigung der Fahrzeuge für den Einsatz im Personenverkehr in der Schweiz und als Mehrfachtraktion in Deutschland ist Teil des Modernisierungsprogramms. Quelle: Stadler / DMM