E-Ducato - Reise in Richtung Innovation und Zukunft

Zum 40. Jahrestag der Markteinführung des Fiat Ducato erscheint nun auch die die erste vollelektrische Version. Als Personentransporter bzw. Shuttlefahrzeug für Hotellerie, Flughäfen, Messen, Betreiber von Kleinbussen ist das Modell von Fiat Professional ein attraktiver Begleiter. DMM hat das Modell schon mal einem ersten Kurztest unterzogen.

In der elektrischen Shuttle-Bus-Version kommt der E-Ducato im Frühajhr 2021. Fotos: G. Zielonka

In der elektrischen Shuttle-Bus-Version kommt der E-Ducato im Frühajhr 2021. Fotos: G. Zielonka

Der E-Ducato ist mit zwei Batteriegrößen zu haben. Wir empfehlen, obwohl gute 8.000 Euro teurer, den größeren Akku.

Der E-Ducato ist mit zwei Batteriegrößen zu haben. Wir empfehlen, obwohl gute 8.000 Euro teurer, den größeren Akku.

Das Logo "E-Ducato" und die fehlenden Auspuffrohre klären über die Antriebsform des Ducato auf.

Das Logo "E-Ducato" und die fehlenden Auspuffrohre klären über die Antriebsform des Ducato auf.

Mit dem neuen E-Ducato ist das erste vollelektrische Modell von Fiat Professional bestellbar. Der E-Ducato ist konzipiert für den Transport auf der sogenannten ersten und der letzten Meile auf der Straße, den schnellen Verteilerverkehr in der Stadt und in stadtnahen Gebieten – und das als batterieelektrisches Shuttlefahrzeug zuverlässig und nachhaltig lokal emissionsfrei.

Der E-Ducato bietet eine vollständige Palette an Versionen sowie die modulare Auswahl von Batteriegrößen mit Reichweiten von bis zu 235 bzw. 371 km im städtischen Zyklus (WLTP City Cycle), dem typischen urbanen Einsatzprofil. Hinzu kommt ein hohes Leistungspotenzial. Drei verschiedene Wechselstrom-Batterieladegeräte stehen zur Wahl 6, 7 und 11 kW sowie zu einem späteren Zeitpunkt auch 22 kW), und als weitere Option ein integrierter Gleichstrom-Schnellader für bis zu 50 kW Ladekapazität. Insgesamt zehn Aufbauversionen vom Kastenwagen mit Ladevolumen von zehn bis 17 m3 über Kabine mit Fahrgestell in vier Längen und Personentransporter (der Kleinbus folgt 2022) sind verfügbar und decken 85 % aller Einsatzbereiche ab. Vorteil für die Halter bzw. Betreiber: Auf die 47 kWh-Hochvoltbatterie leistet Fiat Professional eine Garantie von acht Jahren oder 160.000 km, auf den Akku mit 79 kWh sind es sogar zehn Jahre bzw. 220.000 km. Die Fahrzeuge mit 79 kWh-Batterie verfügen serienmäßig über ein Ladegerät mit 11 kW.

In der Phase der Markteinführung sind die ersten fünf planmäßigen Fahrzeug-Wartungen innerhalb von 60 Monaten nach dem Kauf sowie fünf Jahre Fahrzeug-Garantie inklusive.

Überzeugende Gesamtbetriebskosten. Natürlich legte Fiat Professional bei der Entwicklung des E-Ducato besonderes Augenmerk auf die Gesamtbetriebskosten (TOC; Total cost of ownership). Mit im Vergleich zum Verbrennungsmotor niedrigeren Betriebskosten und elektrospezifischen Kaufanreizen erreicht er in seinem Hauptanwendungsbereich im Wesentlichen Parität mit einem Ducato mit Verbrennungsmotor. Beispiel: Der E-Ducato kann innerhalb einer Laufleistung von 150.000 km etwa 15.000 Euro Kraftstoffkosten gegenüber einer vergleichbaren Dieselversion sparen, zusätzlich liegen die Wartungskosten um mehr als 40 % niedriger.

Die Stromerverversion wurde nach den Anforderungen der Kunden geschaffen. Dank seiner originären, kompromisslosen "All-Forward"-Architektur und mit großem Abstand zwischen den Seitenholmen, sind die Hochvolt-Batterien optimal unter dem Boden platziert, so dass seine Ladekapazität von 10 bis 17 m3 und fast 2 t Zuladung erhalten bleiben. Weitere Vorteile sind die optimale Gewichtsverteilung und die Absenkung des Schwerpunkts, der das Handling des Fahrzeugs unter allen Beladungszuständen verbessert. Dank seines 90 kW (122 PS) leistenden Elektromotors mit einem maximalen Drehmoment von 280 Nm und einer Beschleunigung von Null bis 50 km/h in 5 Sekunden erzielt der E-Ducato gleichwertige Leistungen wie die Dieselversionen. Mit der kleinen Batterie  kommt der Transporter/Kleinbus auf eine Reichweite von 170 km (WLTP-Zyklus) . Mit der großen Batterie erhöht sich die Reichweite auf 280 km (WLTP-Zyklus), was 370 km im Stadtzyklus entspricht. Es dauert nicht länger als eine halbe Stunde, um genug Energie für 100 km aufzuladen.

Fahrer(in kann zwischen drei Modi wählen: In der Position „Normal" des Drive Mode Selectors sorgt der Wagen für das ideale Gleichgewicht zwischen Leistung und Kosten, im „Eco“-Modus spart er Energie. Der „Power“-Modus ist der Richtige für
schwere Lasten oder anspruchsvoller Steigung. Zwei weitere Funktionen:
•    "Turtle Mode" ähnelt der Batteriesparfunktion eines Mobiltelefons und wird bei niedrigem Ladezustand automatisch aktiviert, was bei begrenzter Fahrleistung die Batterie um 8 - 10 % länger arbeitsfähig hält.
•    "Recovery Mode" macht den E-Ducato zum einzigen Elektrofahrzeug, das nie stoppt. Sollte ein Batteriemodul ausfallen, übernehmen die anderen seinen Platz, um sicherzustellen, dass der E-Ducato weiterfahren kann.

Viel Geld sparen Betreiber/Fuhrparks mit dem E-Ducato; denn die Wartungskosten liegen ca. 40 % niedriger als beim Verbrenner und auch die TCO liegen höchstens auf dem Dieselniveau, eher niedriger. Unterm Strich ist die E-Version aus ökologischer und wirtschaftlicher Sicht nachhaltiger als die Modelle mit konventionellen Motoren. Den Umweltbonus des Staats (7.500 Euro) gibt’s on top.

Funktionenvielfalt. Großer Wert wurde auf die breite Palette an Funktionen gelegt, die "aus der Ferne" aktiviert werden können, darunter My:Fleet Manager, der neue Flottenmanagement-Service, von dem sechs Monate als Sonderaktion für den E-Ducato im Fahrzeugpreis enthalten sind. Mit Hilfe einer webbasierten Plattform werden Flottenmanager in der Lage sein, die wichtigsten Variablen für jede Einheit in der Flotte in Echtzeit unter Kontrolle zu halten, einschließlich Kilometerstand, Standort und Updates zu Wartung, Ladeplan und vielem mehr. All dies mit dem Ziel, die Effizienz und Produktivität der Flotte zu verbessern, Kosten zu senken, Risiken zu vermeiden und die Sicherheit von Fahrzeug und Fahrer zu gewährleisten. Darüber hinaus bietet die serienmäßige Ausstattung aller E-Ducatos mit Mopar Connect eine Vielzahl weiterer Services, wie etwa  Hilfe bei Unfällen oder Pannen (die Telematikbox, die den Standort des Fahrzeugs erkennt, sorgt für einen prompten und gezielten Service rund um die Uhr). Wird das Fahrzeug gestohlen, kann das System es orten und einen Neustart verhindern, damit es leichter gefunden werden kann. Mit der Uconnect LIVE-Mobil-App lässt sich überprüfen, ob die Türen geschlossen haben, lässt sich herausfinden, wo das Fahrzeug geparkt ist, und ob das Fahrzeug von seinem vorherigen Standort entfernt wird oder ein voreingestelltes Tempolimit überschritten wird.

Die Uconnect LIVE-Mobil-App umfasst darüber hinaus eine Vielzahl weiterer Funktionen, wie z.B. my:Car, mit der sich der Batteriestand oder der Reifendruck kontrollieren lässt, sowie monatliche Berichte über den Fahrzeugzustand. Außerdem gibt es den my:Journey Service, um alle Fahrzeugbewegungen einzusehen und zu verwalten, und das für den E-Ducato entwickelte my:eCharge Paket, um das Aufladen zu planen, öffentliche Ladestationen zu finden, zu nutzen und zu bezahlen und das Aufladen über die Connected Wallbox zu verwalten.

Pro Fit. In enger Zusammenarbeit mit dem e-Mobility-Team hat Fiat Professional Pro Fit by E-Ducato entwickelt (verfügbar im Web und als App, kostenlos im App Store und bei Google Play), um das Wissen über elektrifizierte Fahrzeuge und deren Nutzung zu verbessern. Interessenten für den E-Ducato können in der Pro Fit App Informationen über ihre aktuelle Nutzfahrzeug-Flotte mit Verbrennungsmotoren hinterlegen, wie z.B. den verwendeten Aufbau, Radstand, Höhe, sowie Nutzungsparameter wie Route, Kilometerstand, Betriebstemperatur für jedes einzelne Fahrzeug. Mit einer Simulation empfiehlt Pro Fit dann die ideale Zusammensetzung der neuen Elektroflotte mit den am besten für das Unternehmen geeigneten E-Ducato-Konfigurationen. So lässt sich zum Beispiel herausfinden, ob genügend Reichweite vorhanden ist oder wie hoch die jährlichen Einsparungen sind.

Wie fährt sich der batterieelektrische Ducato? Das Cockpit ist sehr Pkw-ähnlich aufgebaut. Insofern macht die Bedienung keine Probleme. Hat man den Wagen gestartet und tritt man das E-Pedal, geht's linear flott vorwärts. Bei 100 km/h regelt das System ab. Das reicht aber auch für den innerstädtischen Verkehr und auch auf kurzen Autobahnabschnitten. Rekuperation funktioniert auch blendend. Dass man mit dem Wagen nicht wie mit einem sportlichen Pkw um die Kurven sausen kann, versteht sich von selbst. Die Federung ist typisch Transporter, aber nicht unangenehm. Und wenn man halbwegs manierlich unterwegs ist, keine starken Beschleunigungs- und Bremsmanöver vollführt, kommt man mit der Energiemenge vergleichsweise gut voran. Quelle: Fiat Professional / DMM