Enteigungen für Hochgeschwindigkeitsstrecke

Weil die geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke Limoges - Poitiers als gemeinnützig anerkannt worden ist, düfen dazu benötigte Grundstücke auch enteignet werden, sieht eine entsprechende Erklärung vor.

Frankreichs Premierminister Manuel Valls, Umweltministerin Ségolène Royal und der Transportstaatssekretär Alain Vidalies ein Dekret unterzeichnet und im Amtsblatt veröffentlicht (Décret n° 2015-18 du 10 janvier 2015), dass die Gemeinnützigkeit erklärt (déclaration d'utilité publique, DUP) und dringende Arbeiten innerhalb der beteiligten Gemeinden für die Realisierung der Hochgeschwindigkeitsstrecke Limoges - Poitiers einleiten soll. Die Verordnung sieht vor, dass die notwendigen Enteignungen innerhalb von 15 Jahren abgeschlossen werden.

Die 131 km lange Strecke ist über 112 km als Hochgeschwindugkeitsstrecke für 320 km/h geplant. Ab dem Jahr 2020 soll Limoges innerhalb von 2 Stunden von Paris aus und innerhalb von 35 Minuten von Poitiers aus erreichbar sein. Die Kosten werden auf 1,6 Mrd. Euro (Stand 2011) angegeben. Diese Linie wurde allerdings schon im Oktober vom Rechnungshof als "wenig konsistent" und zu teuer eingestuft. Auch der französische Conseil d'Etat soll dem Projekt bis jetzt die Zustimmung versagt haben.  Quelle: La Tribune / DMM