Reisen im Eisschrank

Schwer gebibbert haben am Neujahrstag die Mitarbeiter und Fahrgäste im Speisewagen des Eurocity 85 Verona-München von DB-ÖBB auf dem Weg vom norditalienischen Verona bis Innsbruck. Denn im Restaurantwagen waren Strom und Heizung ausgefallen. Und draußen herrschten um die minus 15 Grad Celsius.

Auch die Österreichische Bahn sorgt immer wieder mal für Schlagzeilen. Insbesondere lobt sich die ÖBB ganz besonders über ihre angeblich so sehr zufriedenen Kunden. Ob das im nachfolgend beschriebenen Fall auch gelten kann, ist die Frage. Konkret geht es um einen bestimmten Speisewagen der ÖBB mit der Nr. 73 81 88-91 303-7. Der war schon des Öfteren dadurch aufgefallen, dass seine Stromversorgung und damit auch die Heizung ausfiel. Genau dies war am ersten Tag des neuen Jahres wieder mal der Fall. Vom Ausgangsbahnhof über den Brennerpass bis Innsbruck war besagter Waggon im EC wie eine rollende Gefriertruhe unterwegs. Dabei herrschten in der Sylvesternacht im Alpenraum und somit auch auf der Brennerbahn Temperaturen weit unter Null Grad Celsius.

Die Mitarbeiter/innen der "express restaurant & catering gmbh" hüllten sich, soweit vorhanden, in ihre private Winterkleidung. Ob sich auch Fahrgäste im ÖBB-Eisschrank aufgehalten haben, ist nicht überliefert. Wenn sie sich ein Bier bestellt haben sollten, waren sie gewiss, dass es kühl blieb... Am Brenner erfolgte dann ein Lokwechsel auf die Taurus-Ellok 1116.182 mit der Werbung "Einsatzkommando Cobra", was übrigens auch nichts half... Immerhin kam der Zug pünktlich in Innsbruck an. Dann rückten Techniker an, um die Hauptsicherung des Speisewagens zu tauschen. Sie haben darin Routine nach mehreren Jahren des immer wieder selben Schadens. Quelle: Lokreport / DMM