Ausgleichszahlung wegen miesen Kerosins

Kommt es durch einen verstopften Kerosinfilter zu einer Verspätung eines Fluges, muss die Airline im Sinne der EU-Fluggastrechte-Verordnung eine Ausgleichszahlung leisten.

Im betreffenden Fall hatte ein Ehepaar einen Flug von Frankfurt/M. nach Mombasa in Kenia und zurück gebucht. In Kenia wurde nach dem Betanken des Flugzeugs für den Rückflug festgestellt, dass der Kerosinfilter verstopft war. Deshalb konnte die Maschine erst mit beträchtlicher Verspätung am Folgetag Richtung Deutschland starten. Die Kunden verklagten die Fluggesellschaft und hatten damit Erfolg. Auch das Gericht befand, dass die Airline die Aufgabe habe, das von ihr verwendete Kerosin grundsätzlich auf seine Eignung hin zu prüfen, selbst wenn es von Dritten stamme. Amtsgericht Rüsselsheim, Az.. 3 C 2265/12[39] / TIP