Warum die Veranstaltungsbranche auf Open Innovation setzen sollte

Ständiger Wandel ist zur Normalität geworden. Die Veranstaltungsbranche muss daher ihre Innovationskraft steigern, um mit der Geschwindigkeit dieser Veränderungen, die durch die digitale Transformation und globale Ereignisse wie die Corona-Pandemie angetrieben werden, Schritt zu halten. Daher glaubt Matthias Schultze, Chef des GCB German Convention Bureau, dass das Prinzip der Open Innovation jetzt der richtige Weg für die Veranstaltungswelt ist.

Der Begriff "Open Innovation" wurde vor mehr als 15 Jahren von Henry Chesbrough, Fakultätsleiter des Center for Open Innovation der Haas School of Business an der University of California, geprägt. Das Prinzip beschreibt, wie Unternehmen im Informationszeitalter von geschlossenen und silobasierten zu offenen Innovationsprozessen übergegangen sind. Diese Vorgehensweise wird durch die zunehmende Komplexität der digitalen Welt gefördert. Externe Kooperationen sind dabei ein zentraler Bestandteil. Schultze: „Wir leben in einer Welt, in der das relevante Know-how, das ein Unternehmen oder eine Organisation benötigt, an vielen unterschiedlichen Stellen zu finden ist. Das können andere Unternehmen und Forschungseinrichtungen, aber auch Kunden, Mitarbeiter, Dienstleister oder Datenquellen sein.“

Was für Unternehmen gilt, trifft genauso auf die Veranstaltungs- und Tagungsbranche zu: Innovation kann nur gelingen, wenn alle Akteure, die Träger von Wissen und Informationen sind, sinnvoll miteinander verbunden werden. „Wir müssen all die verschiedenen Ideen zusammenbringen, die irgendwo da draußen, im Kopf eines Menschen oder innerhalb eines Teams existieren. Aber nicht nur das: Wir müssen auch die besondere Leidenschaft und das Engagement bündeln, das Menschen innerhalb einer Branche verbindet. Nur dann können wir weiterhin Angebote entwickeln, die zu 100 % auf die Bedürfnisse von Kunden und Teilnehmern ausgerichtet sind - egal ob als virtuelle, hybride oder physische Formate“, der der GCB-Chef weiter.

Plattformen als Wegbereiter für Open Innovation. Offene Innovationsprozesse brauchen einen Ort, an dem sich die dafür notwendige Kollaboration und Kooperation entfalten können. Ein Ort, wo Diskussionen angestoßen werden, wo Projekte entstehen und wo ein Netzwerk von multidisziplinären Experten zusammenkommt und wächst. Plattformen sind ein ideales Werkzeug für diese Art der Kollaboration und Ko-Kreation. Digitale Plattformen können ein ständiger Dreh- und Angelpunkt für den Austausch von Ideen und die Arbeit an neuen Geschäftsmodellen sein. Plattformen manifestieren sich darüber hinaus auch auf physische Weise, im Rahmen von persönlichen Treffen und Veranstaltungen (sobald es die Situation wieder erlaubt).

Mithilfe von Plattformen lassen sich zudem Grenzen leichter überwinden und globale Communities aufbauen, die Herausforderungen gemeinsam angehen und Lösungen entwickeln. Kurzum: Um eine echte Zusammenarbeit und eine systematische und kontinuierliche Kommunikation zwischen den Akteuren als Grundlage für offene Innovationen zu ermöglichen, sind Plattformen nötig, auf denen sich alle treffen können - genauso wie Business-Events als Plattformen benötigt werden, um Menschen für den Wissensaustausch und die Förderung von wirtschaftlichem und wissenschaftlichem Fortschritt zusammenzubringen.

Der „Response Room“, den das GCB gemeinsam mit der IMEX Group und PCMA zum Jahresbeginn ins Leben gerufen hat, stellt eine solch offene Innovationsplattform für die globale Business-Events-Community dar. Oder anders ausgedrückt: Die Plattform ist ein dauerhaftes Business-Event rund um das Thema Meetings, Tagungen und Kongresse. Wir glauben, dass nur ein solch offener Innovationsansatz sicherstellen kann, dass die Veranstaltungswelt langfristig zukunftssicher aufgestellt ist - und damit mutige Ideen, maßgeschneiderte Lösungen und überzeugende Geschäftsmodelle geboren werden können.
Mehr Informationen: www.responseroom.ioQuelle: GCB / DMM