Schwarzes Jahr für die Luftfahrt 2014

Ein rabenschwarzes Jahr war 2014 für die zivile Luftfahrt. Laut Flugunfallbüro JACDEC (Jet Airliner Crash Data Evaluation Centre) hat sich die Zahl der Todesopfer gegenüber 2013 auf 970 fast vervierfacht. Im Vorjahr waren 251 getötete Passagiere und Crewmitglieder zu beklagen.

In der Meldung von Jacdec (www.jacdec.de/airline-safety-ranking-2015/) schreibt Jacdec-Gründer Jan-Arwed Richter, das gut die Häfte der Opfer aus der Asien-Pazifik-Region stammen. Obwohl nach Meinung Richters Flugzeuge das sicherste Reisemittel seien (damit steht er inzwischen aber allein), war 2014 ein untypisches Jahr in der Entwicklung der Zivilluftfahrt. Mit den drei besonders schweren und tragischen Unglücken (zweimal Malaysia Airlines, einmal AirAsia) wurde die Liste der 60 sichersten Fluggesellschaften durcheinandergewirbelt.

Die neue JACDEC-Sicherheitsliste sieht  Cathay Pacific (Hong Kong) an der Spitze der sichersten Airlines vor Emirates (Dubai), EVA Air (Taiwan) und Air Canada. Fünfter und zugleich sicherste Fluggesellschaft in Europa soll KLM sein, auf Rang 6 und 7 folgen Air New Zealand und Qantas (Australien). Malaysia Airlines hingegen fiel infolge der beiden Katastrophen von MH 17 und MH 370 von Platz 34 auf 57 zurück.

Die Deutsche Lufthansa behielt ihren 12 Platz; Airberlin kletterte von Rang 26 auf 20.  JACDEC teil des Weiteren mit, dass von den 60 gecheckten größten Airlines sechs Totalverluste von Flugzeugen erlitten haben.

Für Passagiere sind die in Sachen Luftfahrt sichersten Regionen Nordamerika (gar keine Menschenverluste) und Europa einschließlich Russlands. Berücksichtigt man allerdings den mutmaßlichen Abschuss von Flug MH 17 (Malaysian Airlines und Codesharing KLM Royal Dutch Airlines KL4103) vom 17. Juli 2014, bei dem in der Ost-Ukraine 298 Menschen (darunter 80 Kinder und 15 Besatzungsmitglieder) starben, sieht es für Europa viel schlechter aus. Quelle: JACDEC / DMM