Russland ordert weitere 13 Siemens-Velaros

Die Russischen Eisenbahnen (RZD) haben bei Siemens Mobility und Ural Locomotives, einem Joint Venture der Sinara Group und der Siemens AG, 13 Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ Velaro RUS geordert. Das Auftragsvolumen beträgt rund 1,1 Mrd. Euro. Der Vertrag beinhaltet auch die Instandhaltung der Züge für eine Dauer von 30 Jahren.

Die russische Bahn RZD hat bei Siemens Moblity weitere 13 Velaros bestellt. Foto Alex. A.

Die russische Bahn RZD hat bei Siemens Moblity weitere 13 Velaros bestellt. Foto Alex. A.

2006 hatte die RZD erstmals acht zehnteilige Velaro-Garnituren bei Siemens Mobility bestellt, 2011 folgte ein Auftrag für acht weitere Züge. Es handelte sich dabei um verbesserte ICE 3-Züge. Der jetzt geschlossene Vertrag wurde am Rande des Sankt Petersburg International Economic Forum (SPIEF) von Oleg Belozerov, Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der RZD, Dmitry Pumpyansky, Vorstandsvorsitzender der Sinara Group, Joe Kaeser, dem Vorstandsvorsitzenden der Siemens AG und Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility, unterzeichnet.

„Mit der Unterzeichnung dieses Abkommens bringen wir die langjährige und sehr erfolgreiche Partnerschaft mit den Russischen Eisenbahnen auf eine neue Ebene. Bereits heute gehört die Strecke Moskau – Sankt Petersburg zu den effizientesten Hochgeschwindigkeitstrassen der Welt. Das werden wir weiter gemeinsam ausbauen und damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung moderner Infrastruktur in Russland leisten und qualifizierte Arbeitsplätze im Lande schaffen“, sagte Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG.

„Dass die RZD beim Ausbau ihrer Hochgeschwindigkeitsflotte zum dritten Mal auf Siemens Mobility setzt, steht für die Leistungsfähigkeit unserer Velaro-Plattform, die nachhaltige Wertsteigerung über den gesamten Lebenszyklus sicherstellt, den Fahrgastkomfort verbessert und Verfügbarkeit optimiert. Der Velaro hat seine Zuverlässigkeit in Russland bereits seit 2009 mit über 50 Mio. Flottenkilometern bewiesen“, sagte Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility.

Auch die neuen wiederum zehnteiligen Velaro-Züge werden zwischen Moskau und Sankt Peterburg verkehren und die steigende Nachfrage auf der 650 km langen Verbindung bedienen, die das höchste Fahrgastaufkommen in Russland aufweist. Auf derSchnellstrecke fahren die in Russland „Sapsan“ – zu Deutsch "Wanderfalke" – genannte Velaro-Modell mit Tempo 250 km/h, obwohl sie für Vmax 300 km/h ausgeklegt sind. Die ICE3-Derivate sind speziell für das russische Breitspur-Format (1.524 mm) und extreme Temperaturen (von -40 bis +40 ° C) ausgerichtet. Die Sapsan-Züge sind mit dem nationalen Zugsicherungssystem ausgestattet und bieten Platz für rund 550 Fahrgäste. Die moderne Ausstattung, das hochwertige Design und ein abwechslungsreiches Entertainmentprogramm bieten besonderen Fahrgastkomfort. Die Instandhaltung der Züge erfolgt im Siemens-Mobility-Depot in Sankt Petersburg. Quelle: Siemens Mobility / DMM